Einladung zum Interview erhalten und dann? Die richtige Vorbereitung ist der Weg zum Erfolg!

Einladung zum Interview erhalten und dann? Die richtige Vorbereitung ist der Weg zum Erfolg!

Wenn Sie eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten haben, sind Sie bereits ein gutes Stück näher an Ihrem Ziel. Diese Einladung bedeutet, dass Sie die fachlichen Anforderungen an die Stelle erfüllen und dies auch anhand Ihrer Bewerbungsunterlagen erfolgreich transportiert wurde.

Sie haben das Interesse des potentiellen Arbeitgebers geweckt!

Aber es liegt immer noch eine vermeintliche Hürde vor Ihnen – das Interview.

Es ist das Kernelement im Bewerbungsprozess.
Dieses Gespräch ist die Basis für die Entscheidung, ob Sie eingestellt werden oder nicht. Wie beim Bewerbungsdossier gilt auch hier: der erste Eindruck zählt und dafür gibt es keine zweite Chance.

Vieles kann gut laufen im Interview, aber leider gibt es auch jede Menge Dinge, die richtig schief gehen können. Es gibt einiges zu beachten und ich habe in diesem Post einfach mal ein paar Dinge nieder geschrieben, die mir in meinem Berufsalltag begegnet sind.

Das “A” und “O” ist die Vorbereitung

In meiner Rolle als Interview-Trainer für meine Klienten kann ich es wirklich nicht oft genug sagen: Das eigentliche Interview beginnt nicht erst dann, wenn Sie sich im Raum des Unternehmens auf den Stuhl setzen. Es geht schon los, wenn Sie die Einladung erhalten.

Sollten Sie eine schriftliche Einladung erhalten, ohne vorher telefonisch in Kontakt gewesen zu sein, dann reagieren Sie schnell genug. Innerhalb von 2 Arbeitstagen sollten Sie eine Rückmeldung geben. Bestätigen Sie den Termin. Nur wenn Sie wirklich sehr gute Gründe haben, bitten Sie um einen anderen Terminvorschlag. Es ist ganz wichtig, dass Sie auch schon bei der Terminfindung flexibel sind. Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Rekrutierung gebe ich Ihnen im Folgenden zwei Beispiele, die genau so passiert sind.

Szenario 1:
Der Bewerber wird zu einem Interview eingeladen für 8.00 Uhr am Morgen. Die Rückmeldung des Kandidaten war, dass er sich bedankt und auf das Gespräch freut, aber er möchte gerne die Uhrzeit auf 10.00 Uhr schieben. Der Grund dafür war, dass dann der Berufsverkehr vorbei wäre und er nicht in Gefahr sei im Stau zu stehen.
Fazit: So eine Reaktion kommt beim Unternehmen gar nicht gut an. Platt gesagt: Sie wollen den Job, dann nehmen Sie auch das Risiko auf sich und fahren Sie rechtzeitig los. Wenn Sie dann viel zu früh am Ort des Unternehmens ankommen, umso besser. Sie haben dann Zeit sich das Unternehmen auch noch von aussen anzuschauen und die Umgebung zu erkunden. Das gibt Ihnen vielleicht auch noch weitere Informationen.

Szenario 2:
Eine Bewerberin hat auf die Einladung zum Interview wie folgt reagiert:

“Sehr geehrte Frau XXXX
Danke für die Einladung. Ich bestätige den Termin.

Ich bin ab 01.XX.XX arbeitslos. Übernehmen Sie die Reisekosten?” (Wir reden von einer Anreise von ca. 30 Minuten)
Fazit: Die Frage nach Erstattung der Reisekosten ist legitim, aber ich würde so etwas in einem kurzen Telefonat abklären. Vor allem überlegen Sie sich vorher, ob die Erstattung der Reisekosten wirklich in Relation steht. Eine Anreise von vielen hundert Kilometern wird sicher anstandslos erstattet.

Ich komme nochmals auf die Vorbereitung zu sprechen. Nutzen Sie alle Informationskanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen.

  • Analysieren Sie nochmals die Stellenausschreibung und notieren Sie Ihre konkreten Fragen dazu. (Das wird auch von Ihnen erwartet)
  • Sammeln Sie alle Informationen über das Unternehmen und den Standort.
  • Wer sind Ihre Gesprächspartner? Schauen Sie Name und Funktion an, googeln Sie!

Der Einstieg ins Interview

In der Regel wird man Sie zunächst bitten etwas über Ihren bisherigen Werdegang zu berichten. Hier können viele Fehler passieren.

  • Lesen Sie auf keinen Fall Ihren Lebenslauf vor.
  • Rattern Sie nicht jede einzelne Station in Ihrem Leben runter.
  • Beginnen Sie nicht beim Besuch des Kindergartens.

Da diese Frage mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% kommen wird, können Sie sich also auch perfekt vorbereiten. Gestalten Sie Ihren Werdegang in Form einer anschaulichen Erzählung.

  • Geben Sie den roten Faden in Ihrem Werdegang wieder.
  • Erwähnen Sie proaktiv Lücken in Ihrem Lebenslauf.

Holen Sie bei der Vorbereitung nochmals die Stellenausschreibung hervor und weisen Sie gezielt auf Dinge in Ihrer Karriere hin, die für das Unternehmen interessant sein können und nicht auf den ersten Blick im CV ersichtlich sind.
Besonders schön ist es auch, wenn Sie Ihren Interview-Partnern die wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse mitteilen, die Sie im Laufe Ihres beruflichen Werdegangs gesammelt haben.

Ich habe davon gesprochen, dass Sie genau diesen Teil für das Interview vorbereiten können, aber: Lernen Sie den Vortrag nicht auswendig.
Ihr Gegenüber wird es merken und eventuell wird es während Ihrem “Vortrag” eine Zwischenfrage geben und das wird Sie dann aus dem Konzept bringen.

Mit Worthülsen blenden!

Auf die Frage: “Was zeichnet Sie als Mitarbeiter aus?” höre ich oft die folgenden Aussagen von Kandidaten:

  • “Ich bin sehr flexibel.”
  • “Ich bin überaus motiviert.”
  • “kommunikationsstark”
  • “ein Teamplayer”
  • “ergebnisorientiert”
  • “pragmatisch”

Aber Vorsicht: Was machen Sie, wenn ich dann sage:

“Ach ja, ergebnisorientiert? Wie sieht das genau aus? Geben Sie mir doch mal ein Beispiel für Ihre Ergebnisorientierung!”

Genau dann dürfen Sie nicht ins Schwitzen kommen, sonst haben Sie sich selbst ins Aus manövriert. Egal um welche Fähigkeit es sich handelt, Sie sollten ein Beispiel parat haben.

Hasstiraden über den ehemaligen Arbeitgeber!

Natürlich ist es für den potentiellen neuen Arbeitgeber immer interessant die Beweggründe für Ihren Weggang vom aktuellen Unternehmen zu erfahren. Doch egal wie sehr Sie Ihren aktuellen Job hassen oder wie schlecht und herablassend Sie von Ihrem Chef behandelt werden, behalten Sie diese Empfindungen für sich. Es hinterlässt wirklich immer einen schlechten Eindruck.

Seien Sie authentisch

Leichter gesagt als getan. Ein Interview ist ein wichtiger Termin bei dem es im Ihre Zukunft geht. Sie sind sicher aufgeregt und angespannt. Sie werden in besonderem Masse auf Ihr Verhalten achten, Körpersprache, Aussprache und Umgangsformen. Verlieren Sie dabei aber nicht aus den Augen wer Sie sind und was Sie suchen. Wenn Sie schon beim Gespräch merken, dass es für Sie nicht passt, dann ist das ein deutliches Zeichen. Denken Sie immer daran wie viel Zeit Ihres Lebens Sie an Ihrem Arbeitsplatz verbringen. Da muss wirklich alles passen.

Es gibt noch weitere Tipps und Tricks für das Interview. Vor allem gibt es aber auch noch sehr viele Fallen in die Sie hinein tappen können.

Die gute Nachricht: Interviews souverän meistern – das kann man üben.

Gerne informiere ich Sie darüber und führe mit Ihnen ein Interviewtraining durch. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.